Gasprüfung beim Wohnmobil

Als Besitzer eines Wohnmobils ist man verpflichtet, alle zwei Jahre eine Gasprüfung im Wohnmobil durchführen zu lassen. Mit der Gasprüfung wird sichergestellt, dass die Flüssiggasanlage im Wohnmobil einschließlich Kühlschrank, Heizung, Herd, Backofen und Warmwasserboiler dem Stand der Technik entsprechen und einwandfrei funktionieren.

Regelmäßige Prüfung

Für die eigene Sicherheit sind regelmäßige Überprüfungen der Gasleitungen und Gasgeräte im Wohnmobil essentiell wichtig. Jederzeit kann aus einer defekten Leitung Gas austreten und bereits beim Anzünden einer Zigarette augenblicklich katasprophale Folgen haben. Um dies zu verhindern, ist eine regelmäßige Prüfung der Gasanlage am Wohnmobil erforderlich. Eine defekte Gasanlage im Wohnmobil kann ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen und lebensbedrohliche Folgen haben. Aus diesem Grund ist die Gasprüfung beim Wohnmobil überaus wichtig und sinnvoll.

Die Gasprüfung werden in der Regel von Sachkundigen durchgeführt, neben zertifizierten Gasprüfstellen gibt es diese Gasprüfung auch bei Händler, Werkstätten und beim TüV. Die Kosten der Gasprprüfung am Wohnmobil liegen zwischen 25 – 35 Euro, die Plakette ist zwei Jahre gültig. Nicht nur Campingplätze, sondern auch Stellplätze für Wohnmobil bestehen auf einer gültige Plakette und lassen Fahrzeuge ohne eine solche teilweise gar nicht erst aufs Gelände, vor allem aus versicherungstechnischen Gründen.

So sollte eine richtige Prüfung aussehen

Eine Gasprüfung beim Wohnmobil sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um die Sicherheit der Familie zu gewährleisten. An folgendem Beispiel kann jeder Wohnmobilfahrer selbst eine Prüfung durchführen:

Zunächst begutachtet man den Gaskasten selbst: alle Gasflaschen sollten gut gesichert sein, der Gaskasten selbst keine äußerlichen Beschädigungen zeigen. Weiter prüft man das Alter der Schläuche und Druckminderer. Dabei wird kontrolliert, ob die Angaben mit denen in der Gasprüfbescheinigung übereinstimmen.

Außerdem muss sichergestellt werden, dass sich keine Zündquellen im Gaskasten befinden. Nun kontrolliert man die Zulassung des Druckminderers für den vorliegenden Einsatzzweck sowie den vorschriftsgemäßen Anlagendruck.

Als nächstes prüft man die Absperrhähne und begutachtet die gesamte verbaute Gasanlage. Alle Absperrhähne werden geöffnet, um eine Dichtheitsprüfung durchzuführen.

Die Dichtheitsprüfung

Zur Dichtheitsprüfung wird die Gasflasche verschlossen und der Schlauch zur Prüfung der Dichtheit vom Druckregler an die Luftpumpe angeschlossen. Die Anlage wird jetzt mit einem Druck von 150 mBar beaufschlagt. Sowohl 30 mBar- als auch 50 mBar-Anlagen werden immer mit 150 mBar geprüft, da der mögliche Maximaldruck in der Anlage bei knapp über 150 mBar liegt und sich dann die Überdrucksicherungen der Druckminderer öffnen. Nun wartet man fünf Minuten, damit sich die Luft im Leitungssystem abkühlen kann. In diesem Zeitraum kann es zu einem Druckabfall kommen, der aber keinesfalls durch Nachpumpen ausgeglichen werden darf. Nach diesen ersten fünf Minuten muss nochmals weitere fünf Minuten der Druck gehalten werden. Somit sind die letzten fünf Minuten erst die richtige Dichtheitsprüfung. Falls der Druck am Ende der fünf Minuten nicht abgefallen ist, ist die Dichtheitsprüfung erfolgreich verlaufen. In diesem Fall wird der Druckminderer erneut angeschlossen.

Die Brennprobe

Für die Brennprobe wird die Gasflasche aufgedreht. Die Verbindungen zwischen Gasflasche und Druckminderer werden jetzt mit Leck-Such-Spray auf ihre Dichtheit kontrolliert. Ebenso wird die Verbindung zwischen dem Druckminderer und dem Gasschlauch überprüft. Jetzt können alle Gasgeräte gezündet werden. Auf höchster Stufe sollten sie gemeinsam einige Zeit laufen. Hierbei wird das Flammbild kontrolliert und davon auf die einwandfreie Funktion von Gasdruck und Brenner geschlossen.

Die Zündsicherungen

Zur Kontrolle der Zündsicherungen werden alle Absperrventile hintereinander geschlossen und die Zeit bis zur Auslösung der Zündsicherungen gemessen. Hiermit werden nicht nur die Zündsicherungen kontrolliert, sondern ebenfalls die Funktion der Absperrhähne. Bei erfolgreicher Prüfung steht nun dem Ausfüllen der Prüfbescheinigung und dem Anbringen der Prüfplakette nichts mehr im Wege.